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Marketing


Trend zu mobiler Werbung hält an

© Karl-Heinz Laube  / pixelio.de 

 © Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Die deutsche Wirtschaft hat 2014 laut Nielsen mehr in Werbung investiert als im Vorjahr. Der hiesige Bruttowerbemarkt belief sich in 2014 auf 28,3 Milliarden Euro – das sind 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das zweite Quartal war mit einer Steigerung von 6,5 Prozent gegenüber 2013 das stärkste Wachstumsquartal. Auch in der (Vor-)Weihnachtszeit, im vierten Quartal, übertrafen die Werbeausgaben die Vorjahreszahlen um 5,1 Prozent. Das bedeutet ein Plus von rund 8,8 Milliarden Euro brutto gegenüber dem vierten Quartal 2013.

Die werbestärkste Branche 2014 ist die Automobil-Branche. Mit insgesamt 1,8 Milliarden Euro legten die Werbeinvestitionen der Branche auf das Jahr betrachtet 10,9 Prozent zu. Weitere Branchen mit starkem Wachstum im Werbebereich sind Online-Dienstleistungen, E-Commerce und der Lebensmitteleinzelhandel. Die E-Commerce-Branche verzeichnet prozentual betrachtet das stärkste Werbewachstum mit 27,2 Prozent. Es folgen Online-Dienstleistungen mit 17,7 Prozent. Beide Branchen haben damit absolut betrachtet größere Werbebudgets als der Lebensmitteleinzelhandel, obwohl auch dieser 13,7 Prozent mehr für Werbung ausgab als noch im Jahr zuvor.

Klarer Gewinner bei den Werbekanälen ist Mobile. Die Ausgaben in diesem Bereich stiegen in 2014 um 72,5 Prozent. Beim Blick auf die Werbetreibenden stechen teilweise extreme Budgeterhöhungen ins Auge: Am stärksten hat adidas bei der mobilen Werbung zugelegt. Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach hat 2014 seinen Etat für mobile Werbung um mehr als 700 Prozent aufgestockt. Extreme Zuwächse gibt es bei außerdem bei Procter+Gamble (693,4 Prozent), ebay (448,1 Prozent) sowie bei der Deutschen Bahn (355 Prozent).

Leichte Zuwächse verzeichnet Werbung in Fernsehen (8 Prozent) und Radio (2,2 Prozent). Ein zweistelliges Wachstum (10,6 Prozent) gab es für das Leitmedium Fernsehen im zweiten Quartal.
Nach deutlichen Verlusten in der Printwerbung im Jahr 2013 hat sich dieser Abwärtstrend 2014 abgeschwächt. Im Vergleich zu 2013 gingen Werbeausgaben für Fachzeitschriften um 0,6 Prozent zurück. Werbeausgaben für Publikumszeitschriften sanken um 0,8 Prozent. Lediglich Tageszeitungen, die die höchsten Bruttowerbeeinnahmen im Printsegment auf sich vereinen, konnten einen Zuwachs von 0,5 Prozent generieren.

Die von Nielsen erhobenen Bruttowerbedaten geben den Werbedruck wieder, den die Werbetreibenden für ihre Produkte und Services beim Konsumenten entfachen. Aus den Bruttowerbedaten lässt sich detailliert ablesen, welche Mediastrategie die Werbetreibenden verfolgen. Der Bruttowerbemarkt erhebt keinen Anspruch, die individuellen monetären Geldflüsse zwischen den Marktteilnehmern widerzuspiegeln, deren Konditionen naturgemäß von der Marktposition des Werbetreibenden bzw. der Agentur sowie der allgemeinen Nachfrage am Werbemarkt bestimmt wird. Diese individuellen Geldflüsse zwischen den Marktteilnehmern werden auch nicht öffentlich bekannt gegeben.
Quelle: Nielsen

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