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Marketing


Werbeausgaben steigen wieder

© S. Hofschlaeger / PIXELIO 

 © S. Hofschlaeger / PIXELIO

Die weltweiten Werbeausgaben (nach Anzeigenpreisliste) sind im ersten Quartal 2010 gegenüber dem Vorjahr um plus 12,5 Prozent auf 110 Milliarden US-Dollar gestiegen und kurbeln die Hoffnung der internationalen Werbeindustrie an. Alle Regionen zeigten im ersten Quartal ein Wachstum.
 
Den größten Zuwachs verzeichnete Lateinamerika mit einem Plus von 48 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2009. Brasilien, Mexiko und Argentinien registrierten die höchsten Zuwächse (55 Prozent, 43 Prozent und 35 Prozent), gefolgt von Indien (34 Prozent) und Hongkong (24 Prozent). Die Werbeausgaben in den USA, dem weltweit größten Werbemarkt, steigerten sich im Jahresvergleich um vier Prozent.
 
Drei der weltgrößten Automobilhersteller gehören zu den zehn größten Werbungtreibenden im ersten Quartal 2010. Die Winterolympiade in Vancouver und Aktivitäten im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft kurbelten die globalen Werbeausgaben im ersten Quartal an. Es wird aber erwartet, dass das Jahr effektiv mit einem Null- oder einem geringen Wachstum abschließt.
 
Nach Regionen betrachtet sind die Werbeausgaben in Asien-Pazifik um 13 Prozent gestiegen, obwohl Japan kein Wachstum verzeichnete. In Asien-Pazifik wurde in neun der dreizehn Märkte ein zweistelliger Zuwachs verzeichnet, allen voran in Indien (34 Prozent), Hongkong (24 Prozent), Philippinen (24 Prozent), Taiwan (23 Prozent) und Malaysia (22 Prozent). China, der größte Markt für Werbeausgaben in dieser Region und drittgrößter Werbemarkt der Welt, erhöhte die Ausgaben um 18 Prozent auf 22 Milliarden US-Dollar.
 
Während Europa einen Zuwachs von 7 Prozent meldete, konnte Südafrika von der Fußballweltmeisterschaft 2010 mit einem Wachstum von 18 Prozent profitieren. Unter den fünf größten europäischen Märkten stellte eine Erholung für den spanischen Werbemarkt die größte Herausforderung dar. Das stärkste Wachstum wurde in Lateinamerika verzeichnet, wo bei den zehn größten Branchen zweistellige Steigerungsraten registriert wurden.
 
Unter den fünf größten europäischen Märkten konnte Frankreich das größte Werbewachstum mit plus 11 Prozent verzeichnen, gefolgt von Deutschland mit 8 Prozent. In den restlichen Hauptwerbemärkten konnten Italien und UK um 5 bzw. 8 Prozent wachsen. Lediglich in Spanien gingen die Werbeausgaben weiterhin um 3 Prozent zurück.
 
Im globalen Vergleich konnte das Medium Fernsehen mit einer Steigerung von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr das größte Stück des Werbekuchens für sich verbuchen. Die TV-Werbeumsätze erreichten einen zweistelligen Zuwachs in allen Regionen von Lateinamerika (53 Prozent) bis hin zu Nordamerika (9 Prozent). Ein Rückblick auf frühere Krisen zeigt, dass sobald die Werbegelder wieder fließen, die Werbungtreibenden zum TV als Hauptmedium zurückkehren, da sie hierüber das breiteste Werbepublikum erreichen.
 
Die Ausgaben für Radio- und Zeitungswerbung wurden mit einer Steigerungsrate von 10 bzw. 9 Prozent erhöht. Die Werbeerlöse von Zeitschriften blieben global gesehen unverändert, sind aber in Nordamerika um 7 Prozent zurückgegangen.
 
Über die vier klassischen Hauptmediengattungen hinaus konnte sich das Internet weiterhin positiv entwickeln und schloss das erste Quartal des Jahres mit einem Plus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal ab.
 
Das berichtet das Medien- und Marktforschungsunternehmen Nielsen in seinem aktuellen Nielsen Global AdView Pulse Report.
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