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Studien


Bahnfahrer in Deutschland am kritischsten

Die wahrgenommene Preissteigerung ist sehr unterschiedlich (Quelle: Rogartor / exeo) 

 Die wahrgenommene Preissteigerung ist sehr unterschiedlich (Quelle: Rogartor / exeo)

Im Mobilitätsangebot stehen Bahnen unter besonderer Beobachtung und so werden, insbesondere in Deutschland, Preissteigerungen bei Bahnen besonders stark wahrgenommen. Der Anteil der Befragten, die sich positiv äußeren (top-2), ist hinsichtlich des Preises geringer als der Anteil kritischer Personen (low-2). Grund dafür ist im Wesentlichen ein problematisches Gesamtimage der Deutschen Bahn in der Öffentlichkeit.


Die Leistungsbewertung der Deutschen Bahn (DB) fällt ebenfalls eher negativ aus. Dem gegenüber zeigt sich für die ÖBB in Österreich ein positiveres Bild. Die Leistung des Staatsunternehmens wird zu 33 % als gut oder sehr gut (top-2) bewertet. Bei 13 % schlechten Bewertungen (low-2) ergibt sich für die Leistungsbewertung insgesamt ein positiver Saldo.

Die Bewertung des Preises der ÖBB ist eher ausgeglichen (20 % top-2 vs. 24 % low-2). Bahnreisen in Österreich sind, zumindest für einen Teil des Netzes, geprägt durch einen intensiven Wettbewerb der ÖBB mit der WESTbahn. Die niedrigeren Preise spiegeln sich auch in der Kundenwahrnehmung wieder. In Hinblick auf die Leistung wird die WESTbahn ähnlich zur ÖBB bewertet, in punkto Preis allerdings deutlich besser.

Eine besonders stark unterschiedliche Bewertung zwischen Leistungs- und Preisdimension zeigt sich in der Schweiz. Die Leistung der SBB wird sehr gut beurteilt: Top-2-Werten von 45 % stehen Low-2-Werte von 15 % gegenüber, im Saldo also eine deutlich positive Leistungsbewertung. In der Preisbewertung dreht sich das Bild jedoch komplett um. Grund dafür dürften nicht nur die hohen Preise für das Bahnfahren in der Schweiz sein, sondern auch die wahrgenommenen Preiserhöhungen in der jüngsten Vergangenheit. Die Aussage „Die Kosten / Preise sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen“ wurden für die SBB in 77 % der Fälle bestätigt. Die Hauptwettbewerber Pkw und Swiss Airlines kommen hingegen nur auf 47 % bzw. 31 % Zustimmung. Damit ist die wahrgenommene Preissteigerung der Bahn in der Schweiz auch deutlich höher als in den Nachbarländern Deutschland (DB: 63 %) und Österreich (ÖBB: 61 %).

Unabhängig von der kritischen Bewertung der Preise, hat die Bahn in der Schweiz eine deutlich stärkere und positivere Verankerung im öffentlichen Bewusstsein als in Deutschland: 56 % der Schweizer sind mit dem Verkehrsmittel Bahn insgesamt zufrieden. Die Vergleichswerte für Österreich (45 %) und Deutschland (27 %) sind um Klassen geringer. In allen drei Ländern reicht die Bahnbewertung jedoch nicht an den Pkw heran. Etwa 80 % der mobilen Bevölkerung sind länderübergreifend mit dem Pkw als Verkehrsmittel zufrieden.

Soweit Ergebnisse aus der Studie „MobilitätsTRENDS 2014. Die Kooperationsstudie der exeo Strategic Consulting AG und der Rogator AG geht den Fragen nach, wie unterschiedliche Verkehrsmittel aus Sicht der Verbraucher bewertet werden und welche Trends den Mobilitätsmarkt bewegen. Personen, die in den letzten 12 Monaten Reisen mit einer Entfernung von mehr als 50 km unternommen haben, sind die Kernzielgruppe der Studie. Im Rahmen der Studie „MobilitätsTRENDS 2014“ wurde ca. 4500 Personen in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz befragt. Ein Fokus der Studie ist die Bewertung der Bahn im Wettbewerbsumfeld.
Quelle: Rogator

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