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Studien


CEO-Studie: Konsumenten noch verunsichert

© S. Hofschlaeger / PIXELIO 

 © S. Hofschlaeger / PIXELIO

Hatten im vorigen Jahr noch 84 Prozent der befragten Managern angegeben, dass man Ende 2011 das Vorkrisenniveau wieder erreichen werde, sank dieser Wert 2010 auf 71 Prozent. An ein Ende der Krise im Jahr 2012 glauben dieses Jahr 88 Prozent (2009: 93 Prozent). Wirkliches Licht am Ende des Tunnels sehen die meisten demnach 2013 oder gar später.
 
Als mit Abstand wichtigsten Wachstumstreiber, um die Konkurrenz hinter sich zu lassen, sehen die CEOs Innovationen.
 
In den meisten Unternehmen sind durch Kostensenkungen kaum weitere Einsparungen möglich, da sie sich bereits mit Hilfe zentraler Maßnahmen gut durch die Krise gebracht haben: Meist wurde das Umlaufvermögen reduziert, die Produktivität und die Kapazitätsauslastung erhöht, Geschäftsprozesse optimiert und Personal freigesetzt. Gut die Hälfte der befragten Unternehmen konzentriert sich seither auf ihr jeweiliges Kerngeschäftsfeld – mit schlanken Strukturen, die nach der Krise zu hoher Profitabilität führen werden. Trotz der Entlassungen zeigt die Befragung, dass die Unternehmen versuchen, ihre Leistungsträger im Unternehmen möglichst durch die Krise zu bringen. Dabei entwickeln sie eine gewisse Kreativität: viele haben die Flaute für Weiterbildungen und Trainings als Vorbereitung auf den nächsten Aufschwung genutzt und hoffen nun, mit besser geschulten Mitarbeitern an die alten Wachstumszahlen anknüpfen zu können.
 
Auf die Frage, was die Manager als Ursache für das schwache Wachstum ausmachen, gaben über 80 Prozent die Unsicherheit der Konsumenten über die künftige Wirtschaftslage an. Eine solche Unsicherheit vermuten die Manager auch bei den Investoren: 60 Prozent nannten die Risikoscheue von Investoren und die daraus resultierende Verteuerung von Kapital. Ähnlich viele Befragte führten fehlende öffentliche Investitionen und den durch die Globalisierung ausgelösten Preisdruck als Wachstumshemmer an.
 
Heftig widersprochen haben die CEOs der derzeit verbreiteten Annahme, man befinde sich im Zeitalter des „New Normal“: Diese vor allem bei Ökonomen beliebte These besagt, dass sich viele Teile der Welt, insbesondere der bereits entwickelte Teil, auch langfristig auf die „neue Normalität“ ohne nennenswertes Wirtschaftswachstum einstellen müssten. Diese Ansicht fällt bei Managern glatt durch: Nur 25 Prozent glauben, dass das Wirtschaftswachstum der Zukunft strukturell anders sei als dasjenige vor dem Jahr 2008.
 
Arthur D. Littles global angelegte Studie „Priorities to outpace competitors in the post-crisis world“ wurde Ende April 2010 erhoben. Insgesamt beteiligten sich 338 Manager der obersten Führungsebene (CXO-Level) an der Studie.
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