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Studien


Die Auswirkungen des Internets

Medienflut fördert Vereinsamung 

 Medienflut fördert Vereinsamung

Kurz vor der Jahrhundertwende wurde weltweit die „Generation @“ als Leitbild einer neuen Computerkultur ausgerufen. Die nächste Generation sollte ganz selbstverständlich mit und in virtuellen Welten leben. Doch die Medienflut produziert Infostress: „Man fühlt sich förmlich überrollt“ meint mittlerweile eine knappe Mehrheit der Bevölkerung (1998: 40% - 2010: 51%).

Zudem nimmt die Ansicht zu, dass Internet die Vereinsamung fördert: 1998: 41% - 2010: 59%. Bereits die 14- bis 34-Jährigen vermissen zunehmend „beständige Beziehungen“ (1998: 42% - 2010: 53%). Als Internet-Surfer können sie wie Nomaden überall in der Welt, aber am Ende immer weniger zu Hause sein. Noch hält sich für sie die Tendenz zur „Vereinsamung“ in Grenzen (1998: 39% - 2010: 44%). Doch die Folgen sind absehbar, weil auf ihre Beziehungen ohne Bestand kein Verlass mehr ist.

Computerkultur 

 Computerkultur

Immer mehr junge Leute geben offen zu, dass sie im Internet selbst „eine Rolle spielen“ und „sich anders geben“ können als sie wirklich sind (1998: 29% - 2010: 49%). Auch nutzen viele den Computer als Rückzugsnische mit der Begründung, auf dieser Weise „dem Stress und der Hektik des Lebens zeitweilig zu entfliehen“ (1998: 30% - 2010: 44%). Gut ein Drittel der jungen Generation (1998: 30% - 2010: 37%) glaubt sogar, Defizite des Lebens durch die Beschäftigung mit dem Computer ausgleichen zu können. Dennoch glauben nur wenige (1998: 27% - 2010: 26%), dass diese Einstellung Auswirkungen auf die Werteorientierung ihres Lebens hat. Das Internet ist für sie nur eine Schau-Bühne, auf der sie spielen und gelegentlich auch probeleben können.
 
Die Medienflut wird in Zukunft sicher nicht aufzuhalten sein. Umso dringlicher wird daher eine Erziehung zur Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche werden – vom persönlichen Medienkonsum nach Maß über regelmäßige Entspannungsübungen bis zu attraktiven Alternativen zum multimedialen Angebot. Doch statt über neue Spielzeug-Angebote nachzudenken, sollten sich die Eltern wieder mehr selbst ins Spiel bringen, also aktiv mitspielen und nicht nur passiv zuschauen.
 
Dies geht aus repräsentativen Vergleichsstudien der Jahre 1998 und 2010 hervor, in denen die BAT Stiftung für Zukunftsfragen bundesweit jeweils 2.000 Personen ab 14 Jahren nach ihren Einstellungen und Erfahrungen zur Medienentwicklung befragt hat. 
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