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Studien


Die eigenen vier Wände

Bild: pixabay.com 

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Im Alter zwischen 30 und 50 Jahren erwerben viele Deutsche für ein eigenes Häuschen oder eine eigene Wohnung. Grund genug für das Berliner Immobilienforschungsinstitut empirica in Zusammenarbeit mit LBS Research diese Zielgruppe genauer zu durchleuchten.
 
Die relativ hohe Wohneigentumsquote von insgesamt gut 50 Prozent in der Altersgruppe zwischen 40 und 49 Jahren wird in erster Linie von Familien getragen: 74 Prozent aller Paare mit Kindern im Westen und 64 Prozent im Osten leben im Wohneigentum. Bei den Singles hingegen dominieren die Mieterhaushalte: Nur 28 Prozent der Alleinstehenden im Westen und 20 Prozent im Osten wohnen in einer eigenen Immobilie.
 
Grundlage der Analyse ist die aktuelle Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS ) des Statistischen Bundesamtes. Wie LBS Research mitteilt, ist es anhand der Daten möglich, die Wohneigentumsquoten nach Haushaltstypen zu ermitteln. Die Forscher haben neben Familien mit Kindern und Singles auch die Gruppe der Alleinerziehenden und der kinderlosen Paare betrachtet. Zusätzlich wurde für alle Gruppen die Entwicklung seit 1993 aufgezeigt.
 
Ein Ergebnis ist der Untersuchung zufolge, dass Familien mit Kindern in der maßgeblichen Altersgruppe heute noch häufiger als früher im Wohneigentum leben. In den alten Bundesländern stieg hier die Wohneigentumsquote von 70 auf 74 Prozent. Im Osten hat sich der Anteil Familien, die in den eigenen vier Wänden wohnen, in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen sogar mehr als verdoppelt, nämlich von 30 auf 64 Prozent. Auch bei den Singles geht der Trend klar zum Wohneigentum, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau. Und auch hier weist der Osten die größte Dynamik auf: Während die Eigentumsquote bei den Westdeutschen seit 1993 immerhin um 3 Prozentpunkte auf 28 Prozent gestiegen ist, hat sie sich im Osten mit einem Anteil von 20 Prozent glatt verfünffacht. Bei kinderlosen Paaren im Alter zwischen 40 und 49 Jahren liegt die Wohneigentumsquote in Ost und West ebenfalls auf relativ hohem Niveau: In den neuen Ländern erreicht sie 57 Prozent, im Westen 53 Prozent. Bei den Alleinerziehenden liegt die Wohneigentumsquote in Ost und West bei rund einem Viertel.
 
Allerdings nimmt quantitativ die Bedeutung der beiden Haushaltstypen – Paare mit Kindern und Paare ohne Kinder – seit Jahren ab, während die Zahl der Singlehaushalte zunimmt. Der Anteil der Singlehaushalte (in der betrachteten Altersgruppe zwischen 40 und 49 Jahren) hat sich in Ost und West seit 1993 auf 30 Prozent erhöht und damit fast verdoppelt.

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