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Studien


Fallstricke für den Wohlstand

IMAS befragte vom 23. Mai bis 6. Juni 2012 1.100 Österreicher ab 16 Jahren zu den Gefahren für den Wohlstand (Quelle: Imas). 

 IMAS befragte vom 23. Mai bis 6. Juni 2012 1.100 Österreicher ab 16 Jahren zu den Gefahren für den Wohlstand (Quelle: Imas).

Ende 2011 sind 37 Prozent der Österreicher mit Zuversicht ins neue Jahr gestartet, im April blickten 46 Prozent den kommenden zwölf Monaten mit Zuversicht entgegen, mittlerweile tun dies 48 Prozent. Eine fast gleich große Zahl von 47 Prozent ist dagegen entweder skeptisch oder besorgt.
 
Nach Ansicht der österreichischen Bevölkerung gibt es – von jeweils rund 60 Prozent genannt – drei hauptsächliche wirtschaftliche Bedrohungen, nämlich die Folgen der EU-Krise mit ihrem Kernproblem Griechenland, die Korruption in Politik und Wirtschaft sowie die Verschwendung von Steuermitteln – gefolgt von der Staatsverschuldung des Landes. Auf dem fünften Platz der wirtschaftlichen Gefahrenskala steht nach Meinung nahezu der Hälfte der Bevölkerung die starke Zuwanderung von unqualifizierten Ausländern und Asylanten. Außerdem warnen die Österreicher vor einer zu hohen Besteuerung der Bürger, einer zu großen Abhängigkeit Österreichs von der EU, einer zu teuren Bürokratie, einer zu geringen Kontrolle der Banken durch den Staat sowie dem Gewinnstreben der Manager. Fallstricke für den Wohlstand sind für die Bevölkerung allenfalls noch die wirtschaftliche Konkurrenz durch Billigpreisländer wie China oder Indien sowie die ungleiche Verteilung von Besitz und Einkommen.
 
Nur rund jeder Achte warnt dagegen vor einer zu geringen Attraktivität Österreichs als Wirtschaftsstandort, nur jeder Neunte vor einem veralteten Image der Republik, lediglich jeder Zehnte vor einem Manko an Forschungsfreudigkeit und Reformbereitschaft, oder vor zu großen Eingriffen des Staates in die Wirtschaft.
 
Zudem muss man zur Kenntnis nehmen, dass die österreichische Bevölkerung ein sehr geringes Verständnis für Strukturreformen hat, die der Zukunftsbewältigung dienen. Ihr Rezept für die Absicherung des Wohlstands beschränkt sich auf Sparsamkeit und fiskalische Redlichkeit. In der Diskussion über eine Demokratiereform kann daher nicht übersehen werden, dass bei einem Ausbau der direkten Demokratie auch die Unlust der Bevölkerung an notwendigen Veränderungen verstärkt in die Plebiszite einfließen würde.
 
IMAS befragte vom 23. Mai bis 6. Juni 2012 1.100 Personen, statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren in Face-to-Face-Interviews.
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