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Studien


Finanzprodukte: Zielgruppe Golden Ager

Golden Ager wollen altersgerecht angesprochen werden (© Günter Havlena / pixelio.de) 

 Golden Ager wollen altersgerecht angesprochen werden (© Günter Havlena / pixelio.de)

Für so genannte Golden Ager vom Eintritt in den Ruhestand bis 75 Jahre gilt es in Punkto Finanzen, den Standard zu erhalten. Entsprechend gering ist das Interesse am Abschluss neuer Produkte: lediglich 16 Prozent der „Golden Ager“ haben in den vergangenen zwei Jahren neue Finanzprodukte abgeschlossen und nur acht Prozent planen derzeit, weitere Geldanlagen und Vorsorgeprodukte abzuschließen.

Dennoch kann auch diese Gruppe mit einer differenzierten und vor allem altersgerechten Zielgruppenansprache erreicht werden. Vergleichbar den Silver Agern (p&a berichtete) lassen sich auch die Golden Ager in 3 Finanztypen einteilen: „Ängstliche Delegierer“, „Souveräne“ und „Uninteressierte“ eingeteilt werden:

Mehr als die Hälfte der Golden Ager (54%) lassen sich dem Finanztyp „Ängstliche Delegierer“ zuordnen. Diese verlassen sich in Finanz- und Versicherungsangelegenheiten am liebsten ganz auf den Berater und beschäftigen sich nur ungern in Eigenregie mit Finanzthemen. Sie verfügen häufig nur über ein einfaches schulisches Niveau und sind insgesamt stärker sicherheits- als renditeorientiert. Trotz grundsätzlich hoher Berateraffinität haben sich rund ein Drittel vor ihrem Eintritt in den Ruhestand nicht über die Gestaltung von Finanz- und Versicherungsthemen im Rentenalter beraten lassen. In der Kohorte der aktuellen „Golden Ager“ ist der Anteil der „Ängstlichen Delegierer“ mit 54 Prozent im Vergleich zu den „Silver Agern“ (Berufstätige 50plus) mit 36 Prozent deutlich höher.

Die „Souveränen“ (24% der Golden Ager) sind besonders kapitalstark und in Finanzfragen kompetent und erfahren. Sie haben sich oft bereits vor ihrem Ruhestand intensiv mit persönlichen Finanz-, Vorsorge- und Versicherungsfragen im neuen Lebensabschnitt auseinandergesetzt und werden regelmäßig um Rat gefragt. Vorhandene Geldanlagen sollen weiterhin gute Renditen erbringen, wobei die Themen kürzere Laufzeiten, hohe Flexibilität und Vermögensschutz stärker in den Vordergrund treten. Übertragbarkeit auf Erben und die flexible Entnahmemöglichkeiten bei unvorhergesehenen Ereignissen spielen eine wichtige Rolle, Immobilienrenten finden hingegen wenig Anklang. Gegenüber den „Silver Agern“ ist der Anteil der „Souveränen“ bei den „Golden Agern“ deutlich geringer (42% vs 24%).

Uninteressierte“ (22% der Golden Ager) beschäftigen sich hingegen kaum mit den Themen Finanzen und Versicherungen und haben dies auch nicht zur Vorbereitung auf ihren Ruhestand getan. Sie sind Beratern und neuen Produktkonzepten gegenüber zumindest anfänglich skeptisch. Ihnen ist es unter den Golden Agern am wenigsten wichtig, später einmal etwas zu vererben; zugleich fehlen ihnen hierzu oft auch die Möglichkeiten. Jeder dritte Uninteressierte besitzt keinerlei Geldanlage bzw. Altersvorsorge.

Die Gefahr, dass man selbst oder der Lebenspartner im Alter zum „Pflegefall“ werden könnte, besorgt viele Golden Ager in stärkerem Maße. Der Bedarf an Pflegevorsorge-Angeboten ist daher grundsätzlich groß –, wird aber noch stärker als von den Silver Agern verdrängt. 85 Prozent der Golden Ager sind zudem der Meinung, eine Pflegezusatzversicherung sei in ihrem Alter nicht mehr bezahlbar.

Trotz ihres fortschreitenden Lebensalters mögen die Golden Ager eines nicht: in die stereotype und defizitorientierte Schublade „alt“ gesteckt zu werden. Viel lieber werden sie neutral mit Begriffen wie „60plus“ angesprochen. Denn die große Mehrheit der Golden Ager fühlt sich als „Junge Alte“, ist noch sehr vital und dem Leben aktiv zugewandt.

Dies zeigt die aktuelle Studie „Zielgruppen-Insights: Golden Ager – Finanz- und Versicherungsverhalten der Ruheständler“ des Marktforschungsinstituts HEUTE UND MORGEN aus Köln. 200 nicht mehr berufstätige Golden Ager bis 75 Jahre wurden im August 2012 ausführlich zu ihren Erwartungen und Wünschen an die Finanzdienstleister sowie zu ihren Anlage-, Finanzierungs- und Versicherungsbedarfen befragt. Die Auswahl erfolgte repräsentativ nach Alter, Geschlecht, Einkommen und Immobilienbesitz. Ergänzend wurden zwei vertiefende qualitative Gruppendiskussionen durchgeführt, in denen auch innovative Produkt- und Vertriebskonzepte getestet wurden.
Nähere Informationen zu HEUTE UND MORGEN finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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