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Studien


Geschichten befreien sich vom Medium

©  berwis  / pixelio.de   

 © berwis / pixelio.de

Die Medienwelt befindet sich im Wandel. Das Aus für die Financial Times Deutschland, die Insolvenzen von Frankfurter Rundschau oder der Nachrichtenagentur dapd scheinen ein Sterben traditioneller Medien nahezulegen. Doch Print und andere Mediengattungen werden sich neu erfinden, wie eine aktuelle Studie zeigt.
 
Anstelle der klassischen Einteilung in demografische Zielgruppen clustert die Studie die Nutzer allerdings nach dem situativen Ansatz in der Mediennutzung.. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei elementare Motivationen: das Bedürfnis nach Diffusion und der Wunsch nach Konzentration.
 
1. Diffusionsmedien: Nutzer erwarten Zerstreuung. Medien, die dieses Bedürfnis stillen, werden in der Studie als Diffusionsmedien bezeichnet. Hierzu zählen die Autoren Fernsehen, Online-TV, Social Networks, Medien-Apps, Digital-Out-of-Home-Medien, Casual Gaming, Radio sowie Comics.
 
2. Fokusmedien: Diametral dem Verlangen nach Ablenkung entgegen steht der Wunsch nach Konzentration. Im allgemeinen Overload und der Omnipräsenz medialer Gleichzeitigkeit entsteht ein neues Bedürfnis, sich ganz in Ruhe auf etwas konzentrieren zu können. Im Gegensatz zu Diffusionsmedien wissen die Nutzer von Fokusmedien, was sie erwartet und sind bereit, Zeit und Geld in die entsprechende Medienerfahrung zu investieren. Zu den Fokusmedien zählen die Autoren Bücher, Videospiele, Kino, Live Events, Weblogs, Zeitungen und Zeitschriften sowie Edelserien.
 
Kein Medium schafft jedoch ein altes vollkommen ab, jedes neue Medium verändert dafür die bestehenden. Als Second-Screen-Phänomen ist Mehrfach-Parallelnutzung mittlerweile weit verbreitet. Jüngere Nutzer surfen auf Facebook und hören Radio, während im Hintergrund der Fernseher mit ausgeschaltetem Ton läuft.
 
Medien werden in Zukunft zunehmend gleichzeitig und vermehrt von unterwegs genutzt werden. Das bedeutet, dass die Konzentration der Nutzer nicht unbedingt nur auf einem Medium liegt und die Inhalte sich dementsprechend ändern müssen. Für Diffusionsmedien heißt das: kürzer, jetztzeitiger, cross-medialer. Die Zukunft der Medien liegt im transmedialen Erzählen. Geschichten entfalten sich aus verschiedenen Erzählsträngen, die sich an unterschiedlichen Punkten berühren. Geschichten befreien sich vom Medium. Die Kunst liegt darin, die Summe der Möglichkeiten zu einem fulminanten Strom zu verschmelzen.
 
In der Studie „Die Zukunft der Medien“ des Zukunftsinstituts Kelkheim entschlüsseln die Autoren die Faktoren, die über das Sterben alter und das Aufkommen neuer Medien entscheiden. Unter die Lupe genommen wurden die 15 wichtigsten Mediengattungen, klassische Medien wie das Buch genauso wie jüngere Erscheinungsformen wie Medien-Apps.
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