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Studien


Hotel Mama

© pixabay 

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Die Gesellschaft in Deutschland ist in der Annahme, dass fast ein Drittel der 25- bis 34-Jährigen noch zu Hause wohnen. Die Briten gehen sogar von 43 Prozent aus. Ipsos Mori hat in seiner Studie „Perils of Perception“ die Tatsachen untersucht.
 
Dabei stellte sich heraus, dass in Deutschland 17 Prozent der „Kinder“ zwischen 25 und 34 Jahren noch bei ihren Eltern wohnen, subjektiv geschätzt lag der Wert bei 27 Prozent. Am stärksten verschätzen sich in dieser Frage jedoch die Briten: Nicht 43 Prozent, sondern tatsächlich sind es nur 14 Prozent. Die Ungarn und Polen dagegen haben richtig geschätzt: Hier leben noch weit über 40 Prozent dieser Altersgruppe bei Mama und Papa.
 
Auch bei einem anderen Aspekt der Wohnsituation verschätzen sich die Befragten in den Befragungsländern teilweise gewaltig. In Deutschland glaubt man, dass 38 Prozent der Bürger in ländlichen Regionen leben, tatsächlich ist es nur ein Viertel. Damit liegen die deutschen Schätzungen allerdings vergleichsweise gut. In Belgien vermutet man ebenfalls 38 Prozent der Bewohner auf dem Land, während die wahre Zahl bei ganzen zwei Prozent liegt. Noch krasser in Japan – hier leben nur sieben Prozent ländlich, geschätzt werden 56 Prozent.
 
Wohnen ohne Internet, undenkbar? Hier zeigen sich die Deutschen sehr gut informiert. Mit ihrer Schätzung von 84 Prozent Internetzugang treffen sie fast den wahren Wert von 87 Prozent. Am deutlichsten liegen Schwellen- und Entwicklungsländer wie Indien, Peru, China oder die Türkei daneben, die den Anteil des Internetzugangs bis zu dreifach überschätzen. Eine Erklärung hierfür kann der Blick auf die Struktur der Befragungspersonen in diesen Ländern liefern, bei denen es sich überdurchschnittlich häufig um die höher gebildete Bevölkerung mit Online-Zugang handelt. Diese schließen von ihren eigenen Voraussetzungen auf den Rest der Bevölkerung.
 
Die Ergebnisse basieren auf der jährlichen Ipsos Mori Studie „Perils of Perception“, die im Oktober 2015 durchgeführt wurde. Über das Ipsos Online Panel wurden 33 Länder abgedeckt: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Chile, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Irland, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kolumbien, Mexiko, Montenegro, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Peru, Polen, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Serbien, Südafrika, Spanien, Südkorea, Türkei, Ungarn und die USA. Pro Land wurden zwischen 500 und 1.000 Personen befragt – insgesamt erreichte die Studie damit 25.556 Befragte. Quelle für die „wirklichen Zahlen“ sind überwiegend amtliche Statistiken der Erhebungsländer.

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