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Studien


In Städten oft keine Wohnung zu finden

Deutliche Unterschiede in der Bewertung der Mieten zwischen Stadt und Land(Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach) 

 Deutliche Unterschiede in der Bewertung der Mieten zwischen Stadt und Land(Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach)

Die Mieten werden von der Mehrheit der Bevölkerung insgesamt nicht grundsätzlich als zu hoch empfunden. In der Gesamtbevölkerung sind 38 Prozent der Meinung, dass die Mieten zu hoch sind, 40 Prozent halten sie für angemessen, 10 Prozent sogar für relativ günstig. Von denjenigen, die selbst zur Miete wohnen, stufen 47 Prozent die Mieten bei sich am Wohnort als zu hoch ein, 38 Prozent halten sie für angemessen, nur 7 Prozent für relativ günstig.

Mit der Einwohnerzahl steigt die Einschätzung, dass die Mieten zu hoch sind, sichtbar an. Allerdings ist nur in Großstädten mit 500.000 und mehr Einwohnern eine deutliche Mehrheit (64 Prozent) der Einwohner der Meinung, dass die Mietpreise zu hoch sind. In allen anderen Städten und auf dem Land hält die relative Mehrheit der dortigen Bevölkerung die Mieten für angemessen oder sogar relativ günstig. Insbesondere in Dörfern und Kleinstädten stuft nur eine Minderheit von 22 bzw. 29 Prozent die Mieten als zu hoch ein, 64 bzw. 57 Prozent empfinden sie dagegen als angemessen oder relativ günstig.

Die Haushalte werden immer kleiner (Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach) 

 Die Haushalte werden immer kleiner (Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach)

Für 56 Prozent reicht das bestehende Wohnungsangebot aus. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen Stadt und Land. Während in Städten mit weniger als 100.000 Einwohnern nur eine Minderheit Bedarf an neuen Wohnungen artikuliert, sind es in Großstädten bis 500.000 Einwohnern 43 Prozent, in Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern sogar 53 Prozent, die den Bau neuer Wohnungen in der eigenen Region für notwendig halten. Die Nachfrage nach Wohnraum wird nicht zuletzt durch den seit Jahren steigenden Anteil an 1- und 2-Personen-Haushalten getrieben. Lebten 1985 erst 44 Prozent der westdeutschen Bevölkerung in 1- und 2-Personenhaushalten, sind es aktuell 61 Prozent. Die Zahl von 3- und Mehr-Personen-Haushalten ist im selben Zeitraum von 56 Prozent auf 39 Prozent zurückgegangen.

Um einen weiteren Anstieg der Mietpreise zu verhindern oder zumindest zu dämpfen, werden insbesondere zwei Optionen diskutiert - zum einen der verstärkte Bau neuer Wohnungen, zum anderen eine staatliche Begrenzung der Mietpreise über eine sogenannte "Mietpreisbremse". Vor die Wahl gestellt, welche der beiden Maßnahmen man für besser hält, spricht sich die Mehrheit der Bevölkerung für eine staatliche Begrenzung der Mietpreise aus. 54 Prozent der Bevölkerung halten diese Maßnahme für besser, 29 Prozent sprechen sich für den verstärkten Bau neuer Wohnungen aus. Dabei gibt es kaum Unterschiede zwischen ländlichen und (groß-)städtischen Regionen. Von Personen, die in Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern leben, sprechen sich 57 Prozent für eine Mietpreisbremse aus; in Großstädten sind es 50 Prozent (Schaubild 7). Wer allerdings in seiner unmittelbaren Umgebung eine Knappheit des Wohnungsangebots wahrnimmt, verspricht sich mehrheitlich nichts von einer Mietpreisbremse, sondern hält es für wesentlich aussichtsreicher, auf attraktive Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau zu setzen.

Das Institut für Demoskopie Allensbach befragte 1.500 Personen ab 16 Jahre im Frühjahr/Sommer 2013.
Nähere Informationen zum Institut für Demoskopie Allensbach finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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