ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Studien


Krisen- und Katastrophenberichterstattung stark gefragt

© Altmann/Indigo Ray/Mousewrites / PIXELIO 

 © Altmann/Indigo Ray/Mousewrites / PIXELIO

Erstaunlich hoch ist das Informationsbedürfnis der Deutschen während großer Krisen und Katastrophen in dieser Welt. Drei Viertel der Befragten geben an, sich in solchen Zeiten mehr als in „ruhigeren Zeiten“ zu informieren. Bevorzugtes Medium ist der Fernseher (90 Prozent) - noch mit deutlichem Abstand zum Internet (73 Prozent).

Das Internet (Rang 2) hat allerdings die herkömmlichen Medien wie Tageszeitung (54 Prozent – Rang 3) und Radio (53 Prozent – Rang 4) längst überholt. Für die Tageszeitung gilt: Je älter die Befragten sind, desto höher ist ihr Stellenwert (14-29 Jahre – 39 Prozent; 30-49 Jahre – 53 Prozent; 50-69 Jahre 63 Prozent).
Befragt nach dem konkreten Fernsehsender, auf dem die Befragten die Berichterstattung verfolgen, liegen die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ARD (71 Prozent) und ZDF (55 Prozent) mit großem Abstand vor den Privaten. Selbst ausgewiesene Nachrichtensender wie N-TV (32 Prozent) und N24 (32 Prozent) können hier nicht mithalten.

Fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) sind sich darüber im Klaren, dass die Sachlichkeit der Berichterstattung vom jeweiligen Sender abhängt. 43 Prozent finden die Berichterstattung im Fernsehen aufschlussreich und umfassend. Fast ein Drittel (29 Prozent) findet, dass es erfreulich viele Hintergrundinformationen gibt. Allerdings meinen viele (46 Prozent), die Berichterstattung breche zu früh ab. Einem Drittel der Befragten (34 Prozent) ist aber auch bewusst, dass es zu viele Krisen und Katastrophen in dieser Welt gibt, um angemessen und nachhaltig über alle berichten zu können.

Quelle: Dialego 

 Quelle: Dialego

Darüber hinaus gibt es auch kritische Anmerkungen: Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) meint, dass so manche Art der Berichterstattung beim Zuschauer Panik und Hysterie auslöst. Zweifel an der Richtigkeit der dargestellten Faktenlage hat ein Drittel der Zuschauer (32 Prozent). Auch die Spendengala kommt nicht bei allen gut an, viele Befragte (44 Prozent) finden, dass diese zu viele unterhaltsame Aspekte enthält.

Wünsche der Zuschauer an die Krisen- und Katastrophenberichterstattung wären eine stärkere Einbeziehung der Hilfsorganisationen (48 Prozent) und die Berichterstattung über die akute Krise hinaus fortzuführen, um mehr über die Aufbauphase in den jeweiligen Regionen zu erfahren (46 Prozent).

Der Aspekt „Berichterstattung auch über die akute Krise hinaus“ steht bei der letzten, ungestützten Frage „Was fehlt Ihnen in der Krisen- / Katastrophenberichterstattung, worüber würden Sie gerne mehr erfahren“ ganz oben. Die Befragten würden gerne mehr wissen über die Folgen der Katastrophe – politisch, kulturell, ökologisch und über die Betroffenen.

Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie des Marktforschungsanbieters Dialego, deren Ziel es war, herauszufinden, inwiefern sich die Deutschen über die letzten Krisen und Katastrophen informiert haben und was sie über die Berichterstattung denken. Dazu wurden in einer Online Befragung in Deutschland insgesamt 1.000 Interviews durchgeführt. Die Stichprobe wurde quotiert nach den Variablen Alter und Geschlecht gemäß der Verteilung in der deutschen Bevölkerung (Mikrozensus). Der Erhebungszeitraum war vom 2. bis 10. Mai 2011.
Quelle: Dialego

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email