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Studien


LOHAS - grün privat und auch im Job

© Gerd Altmann  / pixelio.de 

 © Gerd Altmann / pixelio.de

Bisher wurden LOHAS (Lifestyles of Health and Sustainability) überwiegend als Konsumententyp im Kontext der nachhaltigen Entwicklung diskutiert. Eine Untersuchung basiert nun auf der zentralen Annahme, dass Menschen mit einer privaten Nachhaltigkeitsorientierung ihre Werte, Einstellungen und Verhaltensweise auch im beruflichen Alltag einbringen wollen. Für 71 Prozent der Mitglieder der „Grünen Community“ ist es sehr wichtig, ihr umweltfreundliches Verhalten aus dem Privatleben am Arbeitsplatz einzubringen.

 
Allerdings werden nur wenige Mitarbeiter (Grüne Community 21 Prozent, Bevölkerungsdurchschnitt 22 Prozent) durch ihre Vorgesetzten darin bestärkt, ihre privaten nachhaltigkeitsorientierten Werte am Arbeitsplatz einzubringen. Weiter zeigen die Ergebnisse, dass ein mitarbeiterzentriertes CSR-Management zu mehr Glaubwürdigkeit der eigenen CSR Aktivitäten führen kann. Je mehr ein Unternehmen sich also für Umwelt und Gesellschaft einsetzt, umso zufriedener und "gebundener" sind auch die Mitarbeiter und umso größer ist deren Bereitschaft, sich auch für das Unternehmen einzusetzen. CSR-Aktivitäten sollten also nicht nur gegenüber Kunden, sondern insbesondere auch gegenüber den eigenen Mitarbeitern kommuniziert werden.
 

Darüber hinaus gibt die Studie Hinweise auf die Relevanz des Themas Nachhaltigkeit für die Personalbeschaffung. So spielt das Thema unternehmerische Verantwortung für Bewerber eine wichtige Rolle in der Auswahl eines neuen Arbeitgebers. Die Studie zeigt, dass Unternehmen, die sich aktiv für Umwelt und Gesellschaft engagieren, am Personalmarkt als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen werden. Und das ist nicht nur für die überdurchschnittlich gebildeten Mitglieder der grünen Community so, die zu 77 Prozent dieser Auffassung sind. Auch im repräsentativen Bevölkerungsdurchschnitt bewerten 44 Prozent der Befragten verantwortungsvolle Unternehmen als besonders attraktive Arbeitgeber.
 


Die Untersuchung wurde im Rahmen des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Praxisprojektes „Nachhaltig leben und arbeiten“ unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Ulf Schrader und mit den Praxispartnern tegut, Alnatura und REWE umgesetzt. Das auf drei Jahre angelegte Projekt möchte aufzeigen, wie Nachhaltigkeits- und Personalmanagement in Unternehmen durch die Einbindung privater Nachhaltigkeitsorientierung von Mitarbeitern gefördert werden kann. Insgesamt nahmen 2.443 Arbeitnehmer aus dem deutschsprachigen Raum im November 2012 an der Online-Befragung teil. Die Teilnehmer stammen aus zwei unterschiedlichen Stichproben: 1.079 Pobanden wurden als repräsentativer Durchschnitt der deutschen Online-Bevölkerung über einen Panel-Dienstleister generiert. Die zweite Gruppe mit 1.364 Teilnehmern der „Grünen Community“ stammen aus einem sogenannten „Schneeball-Sampling“, welches über verschiedene deutschsprachige Nachhaltigkeitsnetzwerke wie KarmaKonsum oder Utopia sowie entsprechende Medien wie „Schrot und Korn“ oder die „taz“ generiert wurde.
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