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Studien


Moderne Esstrends: Paleo, Vegan, Glutenfrei

Welchen Ernährungstrends folgen die Deutschen? Diese Frage stellte sich das Link-Institut und befragte sie. Der Wunsch nach gutem Geschmack und dem Körper etwas Gutes tun zu wollen, stehen im Vordergrund. Haupt-Zielgruppe sind Frauen mittleren Alters.

Quelle: LINK 

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Rund 45 Prozent der Befragten gaben in der Befragung an, sich (sehr) intensiv mit ihrer Ernährung auseinander zu setzen. Unter einer gesunden Ernährung verstehen die Befragten dabei in erster Linie den Verzehr von gesunden Produkten wie Obst und Gemüse sowie eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung.

Der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel wie Fleisch oder Milchprodukte oder von Nährstoffgruppen wie Kohlenhydrate oder Fette wird dabei nur vereinzelt mit einer gesunden Ernährung assoziiert. Der Trend, seine Essgewohnheiten ausschließlich auf eine bestimmte Ernährungsweise zu fokussieren, ist weniger verbreitet als man denken könnte.

Nur 12 Prozent der Befragten geben an, sich ausschließlich nach einer der abgefragten Ernährungsweisen zu ernähren. Vegetarische Ernährung ist dabei am populärsten. Vier Prozent der Deutschen essen ausschließlich vegetarisch. Dieser Anteil ist in den letzten Jahren stabil geblieben. So weist eine Erhebung der Universitäten Göttingen und Hohenheim aus dem Jahr 2013 mit 3,7 Prozent einen vergleichbaren Anteil an Vegetariern auf.
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Relativ neue Ernährungstrends wie die Steinzeitdiät „Paleo“ bei der ausschließlich Produkte verzehrt werden, die es schon in der Steinzeit gab oder „Rohköstlich“, der ausschließliche Verzehr von Lebensmitteln die nicht über 40 Grad erhitzt wurden, sind nur in sehr geringem Maße bei Deutschen etabliert.
Wenig überraschend: Frauen haben eine höhere Affinität zu spezifischen Ernährungsprogrammen. Über die Hälfte gibt an, sich meistens oder ausschließlich nach einem speziellen Ernährungskonzept zu ernähren. Besonders bei Großstädtern mittleren Alters (40 bis 59 Jahre) und in Haushalten ohne Kinder unter 14 Jahren finden Ernährungstrends Anklang.

Einzelnen Trends zeigen soziodemographische Unterschiede. Laktose- und glutenfreie Produkte werden eher von jüngeren Personen (20 bis 29 Jahre) verwendet. Low-Carb-Produkte (wenige Kohlenhydrate) finden besonders bei 30 bis 39-Jährigen große Zustimmung.

Gründe für eine spezielle Ernährungsweise

Der Geschmack und das Bedürfnis, dem Körper etwas Gutes tun zu wollen, sind vor allem die Gründe, für eine spezielle Ernährungsweise. Die Befragten zeigen aber auch eine hohe Affinität zum Thema Nachhaltigkeit. Sie wollen durch ihre Essgewohnheiten die Umwelt nicht belasten und verfolgen einen nachhaltigen Lebensstil. Das gilt besonders für Veganer und Frutarier (Leute, die nur Lebensmittel essen, die von alleine vom Baum oder Strauch fallen).

Sogar glutenfreie oder laktosefreie Ernährung gehört heute zum Lifestyle. Lediglich 21 Prozent beziehungsweise 49 Prozent derer, die sich glutenfrei oder laktosefrei ernähren, tun dies aufgrund von Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Gründe für Ernährungsweisen mit einer reduzierten Nährstoffzufuhr (Low Carb und fettreduziert) liegen bei dem Wunsch nach einer Gewichtsreduktion, aber im Verlangen dem Körper etwas Guten zu tun.
Auf die Frage wie häufig ausgewählte Produkte konsumiert werden, geben die Befragten überwiegend regionale und biologische Produkte an.

Während regionale Produkte über alle Ernährungsweisen gleich konsumiert werden, legen auf Bio-Produkte vor allem Veganer, Frutarier und Rohkostler besonderen Wert.
Der Handel hat sich auf die verstärkte Nachfrage nach Produkten die zu verschiedenen Ernährungskonzepten gehören, eingestellt. Allerdings sagen mehr als die Hälfte der Befragten, dass sie niemals laktose-, glutenfreie sowie vegane Produkte kaufen würden.

Ernährungstrends in Deutschland werden nicht in erster Linie mit einer gesunden Ernährung assoziiert, sondern mit dem gutem Geschmack und dem Wunsch dem Körper etwas Gutes tun zu wollen. Die hauptsächliche Zielgruppe sind Frauen mittleren Alters. Diese praktizieren die Trends aus Geschmacks- Gesundheits- oder Fitnessgründen. Bevor Verbraucher allerdings zu Produkten einer speziellen Ernährungsweise greifen bevorzugen sie regionale und biologisch angebaute Lebensmittel. (hed)

In einer deutschlandweiten repräsentativen CATI-Befragung hat das LINK Institut Personen zwischen 14 und 69 Jahren im Spätsommer 2015 deutschlandweit insgesamt 501 Personen dazu befragt, wie sehr sie sich mit ihrer Ernährung auseinander setzen.

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