ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Studien


Neuer, Schürrle, Podolski haben einen

Manche haben ihn noch, aber nicht mehr allzu viele: Den Zweitnamen. Ancestry.de, Anbieter für digitale Familien- und Ahnenforschung, hat bei einer Befragung mit TNS Infratest jedoch herausgefunden, dass die Jüngeren wieder verstärkt familiäre Namenstraditionen aufleben lassen wollen.
 
Dem Ancestry-Datenbestand zu Folge, trugen vor zweihundert Jahren 66 Prozent der Deutschen einen Zweitnamen, um 1916 waren es fast 70 Prozent. Heute tragen nur noch rund 35 Prozent der Bundesbürger einen zusätzlichen Namen und auch im Hinblick auf den Ursprung des Zweitnamens gibt es Veränderungen. Lange Zeit war es Tradition, den eigenen Vornamen oder den Namen eines Vorfahren an den Nachwuchs weiterzugeben. Heute dienen offenbar verschiedene Quellen als Inspiration. Zwar stammen insgesamt noch 54,5 Prozent der vergebenen Zweitnamen von einem Vorfahren, in den letzten 65 Jahren orientierten sich die Eltern bei der Namenswahl aber zunehmend anderweitig: Während in der Gruppe der Ältesten (55 bis 64 Jahre) noch 54,4 Prozent einen Zweitnamen mit familiärem Ursprung haben, verdanken die jüngsten Befragten (16 bis 24 Jahre) ihren Zweitnamen nur noch zu 37,7 Prozent einem Vorfahren.
 
Knapp die Hälfte (49,7 Prozent) der 16- bis 24-jährigen gibt an, dass ihnen die Verbundenheit mit der eigenen Familienhistorie sehr viel bedeutet. Von den Ältesten empfinden so nur 20,8 Prozent. 39,7 Prozent aller Teilnehmer mit Mittelnamen finden es zwar gut, einen Zweitnamen mit Familienbezug zu haben, sie sehen aber keine tiefere Bedeutung darin. Und auch wenn der Trend zum Zweitnamen mit familiärem Ursprung derzeit rückläufig scheint: Es sind es wiederum die jüngeren Befragten, die diese Tradition am Leben erhalten wollen. 31,8 Prozent der 16- bis 24-jährigen planen, ihren Kindern einen zusätzlichen Namen aus dem eigenen Stammbaum zu geben. 17,8 Prozent davon wollen ihre Vorfahren auf diese Weise weiterleben lassen, 13,2 Prozent gefällt ein bestimmter Name eines Ahnen einfach besonders gut. Aus der Generation der 55- bis 64-jährigen haben im Vergleich nur 18,7 Prozent einen Zweitnamen aus der Familie vergeben.
 
Beispiele bekannter Persönlichkeiten mit Zweitnamen von Vorfahren:
  • Leonardo Wilhelm DiCaprio: Der Großvater sowie der Urgroßvater des Hollywoodstars mütterlicherseits hießen beide Wilhelm mit Vornamen.
  • Daniel Whroughton Craig: Der Schauspieler trägt den Vornamen seines Vaters als Zweitnamen.
  • Johann Christoph Friedrich von Schiller: Der Dichter Friedrich von Schiller heißt mit vollem Namen Johann Christoph Friedrich von Schiller. Friedrich ist also einer seiner Zweitnamen und stammt von seinem Großvater mütterlicherseits. Sein Vorname Johann stammt von seinem Vater. Auch Schiller selbst hielt die Tradition aufrecht und gab den Namen Friedrich als Zweitname an seine Söhne Ernst und Karl weiter.
  • Manuel Peter Neuer: Manuel Neuer trägt den Namen seines Vaters als Zweitnamen.
  • Andrè Horst Schürrle: Der Nationalspieler trägt den Zweitnamen Horst, den er von seinem Großvaters hat.
  • Lukas Josef Podolski: Auch Lukas Podolski verdankt seinen Zweitnamen Josef seinem Großvater.

In Zusammenarbeit mit TNS Infratest befragte Ancestry im Mai und Juni 2016 im Rahmen einer Online-Umfrage insgesamt 1.045 Teilnehmer, bevölkerungsrepräsentativ hinsichtlich Alter (zwischen 16 und 64 Jahren) und Geschlecht. Alle historischen Angaben basieren auf Analysen der deutschen Ancestry-Datenbestände.
Nähere Informationen zu TNS finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email