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Studien


Ohne Smartphone geht es nicht mehr

© F. Gopp / PIXELIO 

 © F. Gopp / PIXELIO

Auch in Deutschland gehört das Handy deutlich vor Laptops, Kameras und MP3-Playern zu den meistgenutzten mobilen elektronischen Geräten. Dabei besitzt ein wachsender Teil der Deutschen bereits heute ein Smartphone – und immer mehr Verbraucher wünschen sich ein derartiges Mobiltelefon, das sich durch Computerfunktionalität und -konnektivität auszeichnet: Bei ihrem nächsten Mobiltelefon möchten 49% der Mobiltelefonierer einen Touchscreen haben, für 21% ist ein schneller Internetzugang unerlässlich. Überall seine E-Mails senden und empfangen zu können, ist für 15% der Handynutzer beim Kauf eines neuen Mobiltelefons wichtig, 13% wollen Navigationsdienste nutzen können. Aber nicht nur die neuen Features moderner Mobiltelefone sind ein wichtiger Treiber bei der Produktauswahl, auch viele altbekannte Funktionen sind weiterhin ganz oben auf der Liste: SMS schreiben, Musik hören und Fotos machen gehören auch zukünftig zu den wichtigsten Anwendungen – für viele Befragte sind sie beim Kauf eines neuen Handys unerlässlich.
 
Beraten lässt sich bei der Wahl eines neuen Handys die Hälfte der Mobilfunknutzer noch immer von Freunden und Bekannten. 47% der Käufer nutzen zudem Informationen anderer Nutzer aus Internet-Verbraucherforen. Ebenfalls zum Tragen kommen für 47% Erfahrungen mit dem vorherigen Mobiltelefon. Eine wichtige Entscheidungsgrundlage sind somit die Vor- und Nachteile im Umgang mit früheren Geräten – hier können Hersteller wichtige Pluspunkte sammeln. Handyhersteller sollten zudem die Chance nutzen, sich über ihre eigene Website vorteilhaft darzustellen – schließlich geben 36% der Nutzer an, sich über diese Quelle zu informieren. Aber auch die Darstellung ihrer Produkte auf Websites ihrer Vertriebspartner, also den Netzwerkprovidern (30%) oder Telekommunikationshändlern (23%) ist für potentielle Käufer sehr wichtig.
 
Im internationalen Vergleich haben vergleichsweise viele Deutsche ihr derzeit genutztes Handy im Internet gekauft (29%). Fast ebenso viele haben jedoch ihre letzte Kaufentscheidung für ein Handy im Laden ihres Netzanbieters getroffen (27%). Erst wenige kauften bisher ihr mobiles Endgerät im Elektrohandel (12%) oder in einem Handyshop (10%). Spannend ist der Blick auf die heute 16- bis 21-jährigen Mobiltelefonierer. Im Vergleich zu anderen Altersgruppen haben sie ihr letztes Handy häufiger im Internet (34%) oder im Elektrohandel (19%) gekauft. Hingegen erwarben sie deutlich seltener ihr Mobiltelefon in Geschäften von Netzanbietern (14%).
 
Die Verfügbarkeit breitbandigen mobilen Internets in Kombination mit einer immer höheren Verbreitung von Smartphones hat die Nutzung sozialer Netzwerke beflügelt. International besuchen 2011 bereits 45% der mobilen Internetnutzer soziale Netzwerkseiten mit ihrem Handy. Auch wenn Deutschland noch deutlich hinterherhinkt – 13% der Deutschen surften im Jahr 2010 mobil in ihren sozialen Netzwerken, 2011 sind es 20% – auch hier ist ein deutlicher Zuwachs erkennbar. Bereits 21% dieser mobilen Netzwerker in Deutschland laden auch mobil Fotos oder Videos hoch, weitere 28% wünschen sich, dies bald tun zu können. Robert A. Wieland erklärt dazu: „Für mobile Uploads von Fotos und Videos sind flächendeckende leistungsfähige Breitband-Mobilfunknetze nötig. Das mobile Internet macht das Mobiltelefon für seine Nutzer immer unverzichtbarer und wird die Mobilfunkwelt in den nächsten Jahren deutlich verändern.“
 
Mobil im sozialen Netzwerk unterwegs sein ist Teil eines größeren Trends. Während die mobilen Internetnutzer in den letzten Jahren vornehmlich an Informationen interessiert waren, ist hier nun eine deutliche Verschiebung in Richtung Unterhaltung zu beobachten. 2010 haben 39% der mobilen Internetnutzer angegeben, Nachrichtenseiten zu besuchen, in diesem Jahr sind es nur noch 30%. Zugenommen hat hingegen der Anteil der Nutzer, die angeben, Shoppingseiten (Zuwachs von 20% auf 31%) oder Unterhaltungsseiten (Zuwachs von 7 auf 18%) mobil zu besuchen.
 
Mobile Life ist eine jährliche Untersuchung von TNS. Die Studie vermittelt ein genaues Bild der aktuellen weltweiten Nutzer mobiler Endgeräte und zeigt auf, welchen Einfluss Mobilfunk auf unsere zukünftige digitale Welt haben wird. Durch die Befragung von über 34.000 Mobilnutzern zwischen 16 und 60 Jahren in über 43 Ländern (einschließlich der BRIC-Staaten, Indonesien und mehrerer wachstumsstarker afrikanischer Staaten) gibt die Studie Auskunft darüber, wie Konsumenten weltweit mobile Technologien nutzen und mit ihrer Hilfe interagieren. Ferner werden umfassende Einblicke vermittelt, welche Erfahrungen Konsumenten mit mobilen Technologien machen und inwieweit sich diese in der Zukunft verändern werden.
Nähere Informationen zu TNS finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: TNS

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