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Studien


Politik meist weit weg von den Wünschen in Familien

Familienförderung so früh wie möglich (Quelle: Eltern / forsa) 

 Familienförderung so früh wie möglich (Quelle: Eltern / forsa)

Während die Parteien über die Abschaffung des Ehegattensplittings und einen schnellen Wiedereinstieg von Frauen in den Beruf diskutieren, spricht sich eine Mehrheit der Eltern in Deutschland für das Ehegattensplitting (81 Prozent) aus, und immerhin 42 Prozent sind für eine Job-Pause von drei Jahren oder mehr nach der Geburt. Grundsätzlich wünschen sich Eltern mehr Chancengleichheit, Wahlfreiheit sowie einen Staat, der die richtigen Rahmenbedingungen für Familien schafft.
 
Des Weiteren finden 89 Prozent, der Staat sollte mehr Wert darauf legen, benachteiligte Familien zu unterstützen. 88 Prozent meinen, das vordringliche Ziel sollte es sein, die Geburtenrate zu erhöhen. Zudem sind 74 Prozent der Ansicht, der Staat sollte dafür sorgen, dass Familien das Betreuungsmodell für ihre Kinder wählen können, das am besten zu ihren Bedürfnissen passt.
 
Doch die Eltern sind auch zu Verzicht bereit: Zu den Einsparmöglichkeiten gefragt, gaben 69 Prozent an, dass Familien, die über mehr als 100.000 Euro brutto im Jahr verfügen, nicht das volle Elterngeld benötigen. 53 Prozent meinen, die Gutverdiener könnten aufs Kindergeld verzichten. Und 49 Prozent sind dafür, das beschlossene Betreuungsgeld zurückzunehmen.
 
Arbeitszeitmodelle (Quelle: Eltern / forsa) 

 Arbeitszeitmodelle (Quelle: Eltern / forsa)

Viele wünschen sich eine partnerschaftliche Arbeitsteilung, nur wenige haben sie: 40 Prozent finden es gut, wenn er Vollzeit arbeitet und sie Teilzeit, 38 Prozent favorisieren die Variante "beide arbeiten 30 Stunden und teilen sich Hausarbeit und Kinder." 13 Prozent finden es gut, wenn beide Vollzeit arbeiten. Die Wirklichkeit sieht anders aus: So realisieren das Modell mit zweimal 30 Stunden nur 6 Prozent der Befragten, die mit einem Partner zusammen leben, 14 Prozent haben das traditionelle Alleinverdienermodell, und bei 57 Prozent arbeitet er Voll-, sie Teilzeit. Einer der Hauptgründe für die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist das Geld: 45 Prozent sagen, das Einkommen wäre zu gering, wenn sie das Wunschmodell umsetzten.
 
Lediglich ein Viertel der befragten Eltern ist der Meinung, dass genügend Kita-Plätze für Kinder unter drei Jahren vorhanden sind. Und: Jeder Zweite (48 Prozent) würde den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz, der im August dieses Jahres für Kinder unter drei Jahren in Kraft tritt, einklagen (39 Prozent bei den Anhängern der CDU/CSU, 58 Prozent bei SPD und 53 Prozent bei Bündnis 90/Die Grünen).
 
Eltern zu Bildung (Quelle: Eltern / forsa) 

 Eltern zu Bildung (Quelle: Eltern / forsa)

Auch zur aktuellen Bildungspolitik äußern sich die befragten Eltern kritisch: Zwar geben 57 Prozent an, bei den eigenen Kindern keine schlechten Erfahrungen mit dem Bildungssystem gemacht zu haben, aber: 93 Prozent halten eine Vereinheitlichung des Bildungssystems in allen Bundesländern für dringend erforderlich. Insgesamt finden 87 Prozent ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen gut, allerdings nur dann, wenn kein Zwang besteht. Ist die Ganztagsschule ab der ersten Klasse verpflichtend, sehen sie nur noch 34 Prozent positiv.
 
Für die Studie "Wenn Eltern die Wahl haben" wurden im Auftrag der Zeitschriften ELTERN und ELTERN FAMILY von forsa 1.000 Mütter und Väter von minderjährigen Kindern in Deutschland im Januar 2013 befragt.
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