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Studien


Shoppen – am liebsten nicht am Wohnort

Shoppen macht vor allem außerhalb des Wohnorts Spaß (© ohannes vortmann / pixelio.de) 

 Shoppen macht vor allem außerhalb des Wohnorts Spaß (© ohannes vortmann / pixelio.de)

Die Deutschen verfügen durchschnittlich über eine Einzelhandelskaufkraft von 5.413 Euro pro Kopf. Doch diese geben sie nicht unbedingt an ihrem Wohnort aus, wie die Marktforschungsstudie zur Einzelhandelszentralität 2012 belegt. Mit Ausnahme der einwohnerstärksten Städte kaufen die Verbraucher oft nicht da ein, wo sie wohnen.

Die Menschen tragen ihre Kaufkraft nicht selten über Kreisgrenzen hinaus – in das nächste städtische Mittelzentrum, in ein Einkaufszentrum oder gar auf Event-Shoppingtour in eine Großstadt weitab des Wohnorts. Auffällig ist, dass die Spitzenplätze im Zentralitätsranking nicht von den großen Einkaufsmetropolen wie Berlin, München oder Düsseldorf belegt werden: Städte wie Straubing, Weiden oder Passau fungieren als Mittelzentren für ein ländlich geprägtes Umfeld. Außerhalb der Stadtgrenzen, also auf dem Land, sind meist nur wenige und dünn gestreute Einzelhandelsangebote zu finden. Diese Städte haben also gemeinsam, dass sie ein großes Einzugsgebiet bedienen, in dem relativ viel Kaufkraft steckt. Gleichzeitig haben die Städte selbst eine eher geringe Einwohnerzahl, so dass der Kaufkraftzufluss vom Umland die in der Stadt an sich existierende Kaufkraft in der Summe noch deutlich übertrifft.

Die Ausnahme, die diese Regel bestätigt, sind große Einzelhandelsobjekte auf der "grünen Wiese", wie etwa dezentrale Shopping Center oder Factory Outlet Center, die ihre Magnetwirkung oft weit über die regionalen Grenzen hinweg entfalten. Ein solcher Effekt ist etwa im zehntplatzierten Kreis Zweibrücken erkennbar, dessen hohe Zentralität auf das Factory Outlet Center zurückzuführen ist.

Die regionalen Unterschiede in der prognostizierten Einzelhandelskaufkraft 2012 in Deutschland sind enorm: Sie reichen von knapp 7.100 Euro im Hochtaunuskreis bis rund 4.500 Euro im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Diese Summe haben die Verbraucher in diesem Jahr in den jeweiligen Regionen rechnerisch pro Kopf für Einzelhandelsausgaben zur Verfügung.

Dies sind Ergebnisse der Studie GfK Einzelhandelszentralität 2012. Die Sogwirkung einer Stadt als Einkaufsort wurde durch die Gegenüberstellung der Nachfrage der Einwohner am Wohnort (GfK Einzelhandelskaufkraft) und der Umsätze im Einzelhandel (GfK Einzelhandelsumsatz) ermittelt. Eine Zentralität größer 100 bedeutet einen Kaufkraftzufluss, unter 100 einen Kaufkraftabfluss.
Nähere Informationen zur GfK finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: GfK

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