ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Studien


Social Media Governance mit vielen Hindernissen

© Gerd Altmann / pixelio.de 

 © Gerd Altmann / pixelio.de

Die Social-Media-Kommunikation in Deutschland hat sich weniger schnell etabliert und notwendige Rahmenbedingungen wurden langsamer geschaffen als es Kommunikationsverantwortliche in der Breite prognostiziert haben. Dennoch zeigt die Betrachtung des Zeitverlaufs einen stetigen Entwicklungsprozess auf.
 
55,5 Prozent der befragten Organisationen verfügen bislang über mittlere bis fortgeschrittene Governance-Strukturen. Die an der Delphi-Befragung beteiligten Experten halten solche Strukturen für sehr wichtig (durchschnittliche Zustimmung von 4,34 auf einer 5er-Skala), aber auch für schwierig umsetzbar. Die befragten Experten erwarten, dass trotz vieler Hindernisse immer mehr Organisationen die notwendigen und erfolgskritischen Rahmenbedingungen für die Kommunikation und Abbildung von Geschäftsprozessen im Social Web schaffen werden.

Für die Integration von Social Media in vorhandene Organisationsstrukturen und Abläufe gibt es keine Musterlösungen. Mittlerweile werden jedoch immer häufiger zentrale Expertise und dezentrale Umsetzung kombiniert. Wegen der spezifischen Vorteile bewerten fast alle Experten aus der Delphi-Befragung dieses Modell für die übergeordnete, abteilungs- oder standortübergreifende Aussteuerung von Social-Media-Strategien als am sinnvollsten. 
 
Social Media Guidelines gibt es bislang in vier von zehn der befragten Organisationen. Thematisch wird am häufigsten auf "Benimmregeln für Social Media" (10,5 %), Ansprechpartner für Social-Media-Aktivitäten (9,4 %) und die Trennung beruflicher und privater Aktivitäten (9,8 %) verwiesen. Die befragten Delphi-Experten sind sich einig, dass Guidelines - wenn auch aufwendig zu erstellen - von zentraler Bedeutung für die erfolgreiche Kommunikation im Social Web sind. Mehr als die Hälfte ist der Überzeugung, dass die Akzeptanz solcher Regelungen durch Einbindung der Mitarbeiter in den Entwicklungsprozess deutlich erhöht werden kann. 
 
39 Prozent der befragten Organisationen haben inzwischen spezifische Budgets für Social Media (plus 22 Prozentpunkte gegenüber 2011). Investiert wird vor allem in Inhalte sowie in Strategien, den Aufbau von Kanälen und die Entwicklung von Netzwerken - ein typisches Muster für neu entstehende Handlungsfelder. Für die Zukunft wird vermutet, dass Budgets für Social-Media-Kommunikation zwar weiter steigen. 
 
Die Studie „Social Media Delphi 2012“ kombiniert eine Befragung von 860 Kommunikationsmanagern in Unternehmen, Institutionen und Non-Profit-Organisationen mit einer zweistufigen Delphi-Befragung von 32 führenden Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Beteiligt haben sich namhafte Organisationen wie BASF, BITKOM, Deutsche Post DHL, Max-Planck-Gesellschaft, Greenpeace oder Puma. Das Projekt bildet den Abschluss der dreijährigen Studienreihe "Social Media Governance", einem Gemeinschaftsprojekt der Universität Leipzig mit Fink & Fuchs Public Relations (Wiesbaden) und dem Magazin "pressesprecher" (Berlin).
Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email