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Studien


Sotschi: Österreich gespalten

Für 25 Prozent ist Marcel Hirscher dabei seiner Karriere in Sotschi einen weiteren Höhepunkt hinzuzufügen (Quelle: atomic) 

 Für 25 Prozent ist Marcel Hirscher dabei seiner Karriere in Sotschi einen weiteren Höhepunkt hinzuzufügen (Quelle: atomic)

Das Wintersportereignis dieses Jahres in Sotschi stößt in Österreich nicht nur auf ungetrübte Vorfreude und Interesse, sondern lässt - zumindest knapp vor Beginn der Spiele - fast die Hälfte der Österreicher (47 Prozent) im wahrsten Sinne des Wortes kalt.  Die andere Hälfte der österreichischen Bevölkerung bekundet hingegen eine gewisse Vorfreude auf die Olympischen Spiele im Februar

78 Prozent der Österreicher wissen knapp vor der Eröffnungszeremonie spontan, dass Sotschi der Austragungsort 2014 ist. Wenig überraschend sind es die Alpinen Skirennen (82 Prozent werden die Alpinbewerbe voraussichtlich genauer verfolgen) und das Skispringen (62 Prozent), die das Interesse der Olympiainteressierten auf sich ziehen (auf Basis der Gesamtbevölkerung, also inklusive der Bevölkerung, die sich nicht / kaum für Olympia interessiert, fallen diese Werte selbstverständlich niedriger aus). Bereits deutlich weniger Beachtung finden die Nordische Kombination (19 Prozent), Eishockey (17 Prozent), Biathlon (16 Prozent) und das Langlaufen (12 Prozent). Diese „Randsportarten“ sind eher für männliche Zuseher attraktiv, während der Gegenpol das Eiskunstlaufen ist, welches eher von Frauen verfolgt wird.

Wer wird aus österreichischer Sicht der Superstar in Sotschi? (Quelle: Spectra) 

 Wer wird aus österreichischer Sicht der Superstar in Sotschi? (Quelle: Spectra)

Neben der sportlichen Ebene hat Sotschi 2014 auch immer mehr eine politische Facette bekommen. Einige europäische Politiker haben die Reise nach Sotschi bereits storniert und auch in Österreich gab es die eine oder andere Diskussion um die politische Dimension dieser Olympischen Winterspiele. Ende Januar 2014 befürworten 61 Prozent der Österreicher die Teilnahme österreichischer Politiker an den Feierlichkeiten in Sotschi. Dabei gilt: Je älter die Befragten, desto größer die Zustimmung zu einer Teilnahme der österreichischen Politik-Prominenz. Österreicher, die sich gegen eine Teilnahme des offiziellen Österreich aussprechen, führen die politische Situation in Russland (32 Prozent), die Verletzung der Menschenrechte / Bürgerrechte / Rechte der Homosexuellen (17%) und Sicherheitsbedenken (12 Prozent) ins Treffen. Eher pragmatisch und mit Sicherheit nicht Sotschi-spezifisch sind Aussagen, dass „eine Teilnahme von Politikern generell nicht notwendig ist“ (12 Prozent) bzw. dass eine Nicht-Teilnahme der Republik Österreich Kosten sparen würde (18 Prozent). D.h. die Ablehnung der Teilnahme österreichischer Politiker an den Veranstaltungen in Sotschi ist nicht nur als Zeichen gegen die Politik Vladimir Putins zu sehen, sondern beruht auch auf der Überzeugung, dass Politiker „nicht überall dabei sein müssen“.

Die Spectra Marktforschungsges.m.b.H befragte 500 Personen (repräsentativ für die österr. Bevölkerung ab 15 Jahre) telefonisch in KW4/2014.
Nähere Informationen zu Spectra finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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