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Studien


Sportberichterstattung fesselt

© Hans-Peter Reichartz / PIXELIO 

 © Hans-Peter Reichartz / PIXELIO

Hinter der Begeisterung für die Sportberichterstattung im Fernsehen stehen fünf Grundmotive: "Leistungsmotiv" ist das Bedürfnis, sich mit anderen zu messen, "Gruppenzugehörigkeit" und "Emotionalität" zu erleben.

Die Zuschauer empfinden eine "Identifikation" mit einem Sportler, Verein oder einer Nation. Wer sich als Experte beweisen kann, erfährt eine "Selbstwertstützung".

Was ein Sportevent in den Augen der Zuschauer von einem bloßen Sportereignis unterscheidet ist einerseits die Bedeutung der sportlichen Auseinandersetzung, andererseits die Mobilisierung großer Massen. Events sind Fußball-Europa und -Weltmeisterschaften, Olympische Spiele, Titelkämpfe im Boxen, Champions-League- und Formel-1-Finale oder die Handball-WM. Seit der Fußballweltmeisterachaft 2006 ist auch eine Verbrüderung auf offener Straße oder in Kneipen zu beobachten, für das Gemeinschaftsgefühl ist die Beteiligung der Deutschen Grundvoraussetzung. Beim Public Viewing sorgt diese Identifikation für die Euphorie der Masse.

Das sind Befunde einer vom Institut Sport+Markt im Auftrag von IP Deutschland durchgeführte qualitative Studie zur Bedeutung von Sport im Fernsehen. In Gruppendiskussionen und Tiefeninterviews wurden 38 sportinteressierte Zuschauer (60 % Männer, 40 % Frauen von 18 bis 54 Jahren), die regelmäßig Sport sehen, befragt.
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