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Studien


Vermögende wollen klare Orientierung

© Gerd Altmann / PIXELIO 

 © Gerd Altmann / PIXELIO

Werte spielen für Vermögende eine bedeutende Rolle. Viele Werte beziehen sich auf unternehmerische Aspekte: Mut und die Bereitschaft, Risiken einzugehen, Direktheit, Ehrgeiz, Selbstbewusstsein und Belastbarkeit, aber auch Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, das Halten von Versprechen und die Sorge um andere, unternehmerische Nachhaltigkeit sowie ein starkes Gefühl von Verantwortung wurden in der Befragung genannt. Viele Vermögende verspüren auch das Bedürfnis, der Gesellschaft etwas zurückzugeben, was sie in Form von Spenden, Stiftungen oder Sponsoring ausdrücken. Zudem wurde in allen Ländern die hohe Bedeutung der Familie hervorgehoben.
 
Für Vermögende spielen materielle Wünsche zunehmend eine nachgeordnete Rolle. Viele äußerten auch, dass sie ihren Reichtum gar nicht zeigen wollen. Sie träumen indes von immateriellen Dingen, und insbesondere diejenigen, die viel und hart arbeiten, legen ein besonderes Augenmerk auf Zeit: Zeit für die Familie, für Freunde, für Hobbys und die „wahren Leidenschaften“, zur Selbstreflexion, zur Entspannung und, um eine innere Ruhe zu finden. Liebe, Familie, Respekt, enge Freunde, uneingeschränktes Vertrauen und natürlich Gesundheit werden als besonders wertvoll erachtet.
 
Die Finanzkrise hat Vermögende stark verunsichert. Viele empfinden das Finanzsystem als zu globalisiert und zu stark verflochten und damit so komplex, dass es sich jedem Verständnis und jeglicher Kontrolle entzieht. Vielen erscheinen die Risiken intransparent. Daher werden zunehmend Anlagelösungen nachgefragt, die mehr Sicherheit auch bei geringerer Rendite bieten. Die Millionäre verteidigen einerseits die freien Märkte, andererseits wünschen sie sich mehr Regulierung. Ferner begehren sie transparente Regeln und Strukturen, auf die man sich verlassen kann. Krisen scheinen mittlerweile fester Bestandteil ihres Lebens geworden zu sein – nicht nur kleine Krisen, sondern existenzielle, globale, paradigmatische Krisen.
 
Bei vielen Vermögenden hat sich eine Art Ohnmachtsgefühl breit gemacht: Es scheint für sie immer schwieriger zu werden, die richtigen Lösungen für die Probleme und Herausforderungen der Gegenwart zu finden. In der Wahrnehmung der Millionäre haben auch Experten, Denker, Lenker oder die Vermögenden selbst kaum überzeugende Lösungen parat. Die früher vorhandene große Begeisterungsfähigkeit und das selbstsichere Bewusstsein, die Welt gestalten zu können, sind deutlich gedämpfter. In allen Gruppen zeigte sich eine latente, aber ständig präsente Verunsicherung, die nicht in das Selbstverständnis und in das Lebenskonzept der erfolgreichen Vermögenden passt.
 
Entsprechend stark ist derzeit der Wunsch, wieder klare Orientierung zu gewinnen. Sie wünschen sich dafür mehr Konstanz, Verlässlichkeit und Struktur im alltäglichen Leben sowie in der Finanzwelt.
 
Mit der Studie "Klischees verlassen, die Realität verstehen – Wealth Society Report 2010" präsentiert die Division Private Banking der HypoVereinsbank die Ergebnisse einer qualitativen Befragung Vermögender in Deutschland. Damit wird die Grundlagenstudie „Typologie des Erfolges“ aus dem Jahr 2007 fortgesetzt. Die Konzeption, Durchführung und Auswertung der Studie erfolgte in Deutschland durch Q I Agentur für Forschung. Insgesamt wurden mehr als 100 Interviews geführt.
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