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Abstracts


Ausgabe 5/2005

Voice Coding

Peter Böhm und Sebastian Knauer

Kurzfassung
Bei konventionellen CATI-Interviews werden die Antworten zu den offenen Fragen vom Interviewer per Tastatur in eine Textmaske eingetragen. Aufgrund des Zeitdrucks passieren bei diesem Vorgang Fehler. Außerdem werden die Befragtenantworten häufig nur abgekürzt oder paraphrasiert von den Interviewern wiedergegeben. Somit tritt bei der Übertragung und Analyse von „wörtlichen Nennungen“ ein erheblicher Verlust an Informationsmenge und -facetten ein. Diesem Problem versucht das Voice Coding-Verfahren entgegenzutreten. Dabei werden die Antworten zu den offenen Fragen nicht vom Interviewer notiert, sondern als Sounddatei elektronisch aufgezeichnet und anschließend direkt für die Vercodung und Auswertung verwendet. Neben einer größeren Authentizität in der Analyse soll dieses Verfahren eine größere Anzahl an offenen Nennungen und eine größere Themenvielfalt hervorbringen. Da der Interviewer keine wertvolle Befragungszeit mit Tippen vergeudet, dürfte außerdem die Interviewdauer kürzer und damit die Feldkosten gesenkt werden. Um zu überprüfen, inwieweit die Vorteile des Voice Coding unter Praxisbedingungen realisiert werden können, wurde das Verfahren bei einer CATI-Befragung deutscher Autofahrer im Mai 2005 eingesetzt. Dabei haben sich die Erwartungen hinsichtlich einer größeren Anzahl spontaner Antworten und eines größeren Facettenreichtums in den offenen Nennungen vollends bestätigt. Lediglich eine signifikant kürzere Interviewdauer konnte noch nicht nachgewiesen werden. Durch Erfahrungszuwachs der Interviewer und daraus resultierende Lernkurven-Effekte ist bei zukünftig verstärktem Einsatz von Voice Coding jedoch davon auszugehen, dass sich die erwarteten Effizienzsteigerungen durch Qualitätsverbesserungen bei gleichzeitigen Kosteneinsparungen in vollem Maße realisieren lassen.

Abstract
With conventional CATI studies, interviewers enter the respondents’ answers to open-ended questions via a computer keyboard. In this process, interviewers make mistakes and abbreviate or paraphrase responses due to time constraint. As a result, a considerable amount of information and nuance is lost in the transformation and analysis of “verbatims”. The new Voice Coding technique seeks to remedy this deficiency by solely using digital audio files containing the recorded original verbatim responses – instead of transcriptions - for coding. In addition to attaining better authenticity in the analysis, this approach should allow researchers to elicit a greater amount and diversity of responses. As no valuable call time is wasted with typing, Voice Coding interviews are likely to be shorter and, as a consequence, to yield fieldwork cost savings. In May 2005, an automotive CATI study was conducted in Germany to test to what extent the assumed benefits of Voice Coding can be materialized in a real-life setting. The results confirm that Voice Coding produces a greater quantity and variety of answers to open-ended questions whereas the reduction in interview length has not been significant. However, when Voice Coding is used more extensively, interviewers will gain experience in applying the technique so that learning curve effects will arise. Consequently, it is fair to assume that the expected quality improvements and cost reductions can be fully achieved in the long run, leveraging a substantial increase in the overall efficiency of CATI interviewing.



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